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Im Jahre 1668
holte der Herzog den neben Luther bekanntesten Kirchenlieddichter
Paul Gerhardt (1607-1676) in die Stadt. Er wirkte die letzten
7 Jahre seines Lebens als Pfarrer an der zwischen 1494-1550 erbauten
Stadtkirche St. Nikolai. Ein Denkmal vor dem Eingang der Kirche
erinnert ebenso an sein Wirken wie sein Name, den die Kirche seit
1931 trägt.
Weiterhin
gehören zu berühmten Persönlichkeiten der Stadt die Gebrüder Freiherren
von Manteuffel. Otto Theodor Freiherr von Manteuffel war preußischer
Ministerpräsident und Außenminister (1850-1858). Als Landsyndikus
des Markgrafentums Niederlausitz erwarb sich Christoph Ernst Freiherr
von Houwald grosse Verdienste, aber auch sein dichterisches Schaffen
an romantischen Erzählungen und dramatischen Werken sind bedeutungsvoll.
Houwald verkehrte mit Dichtern seiner Zeit, z.B. Bettina und Achim
von Arnim, Chamisso, Fouque, Grillparzer und den Brüdern Contessa.
Nach den Freiheitskriegen
und dem Wiener Kongress ging Lübben 1815 an Preussen über. Aus
der einst sächsischen Landeshauptstadt wurde eine preussische
Landkreisstadt.
In den letzten
Kriegstagen des 2. Weltkrieges wurde die Stadt zu 80 % zerstört.
Lübben verlor den einstigen romantischen Kleinstadtcharakter,
da auch in den Nachkriegsjahren und zu Zeiten sozialistischer
Baukultur noch viele alte, intakte Häuser abgerissen wurden und
Platz für Neubaublocks geschaffen wurde.
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